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Glossar

ABSORPTIONS-VERLUSTE

(absorption loss / absorption attenuation)
Schwächung der optischen Leistung innerhalb der Faser aufgrund der Absorption an Störstellen und Verunreinigungen, sowie der sogenannten intrinsischen Verluste, die entstehen, wenn Elektronen im Material von tieferen zu höheren Energieniveaus angeregt werden.

ABSTRAHLUNG

Abgestrahlte Leistung eines Senders pro Flächeneinheit.

AKZEPTANZWINKEL

(acceptance angle)
Größtmöglicher Einkopplungswinkel für Strahlen in den LWL-Kern. Es können nur Lichtstrahlen in die Faser eingeführt werden, die innerhalb eines Kegels eingekoppelt werden, dessen Öffnungswinkel der doppelte Akzeptanzwinkel Θ ist.

ANSCHLUSSFASER

(pigtail) Pigtail
Die Anschlussfaser ist ein kurzes Faserstück zur Kopplung optischer Energie zwischen einem Bauelement und einer Übertragungsfaser; fest mit dem Bauelement oder Anschlußstecker verbunden.

APD

APERTUR

AS-FASER

(AS-fibre)
AS-Fasern (all silica fibres) sind Lichtwellenleiter, bei denen Kern- und Mantelbereich aus Quarzmaterial besteht. (Im Gegensatz zu PCS-Fasern).

BANDBREITE-REICHWEITE-PRODUKT

(bandwidth)
Ein Maß für den Frequenzbereich, den ein Lichtwellenleiter von einem Kilometer Länge übertragen kann. Angabe in MHz * km. Die Leistung am oberen Bandende ist auf die Hälfte abgefallen (3 dB-Grenzfrequenz). Je größer die Bandbreite B, desto mehr Information kann übertragen werden.

Einheit: MHz * km

BELEUCHTUNGSSTÄRKE

Lichtstrom pro Fläche.
Einheit: Lux (lx)

BESCHICHTUNG

(primary coating)
Die Beschichtung ist die bei der Herstellung des LWL im direkten Kontakt mit der Manteloberfläche aufgebrachte Schicht. Sie kann auch aus mehreren Schichten bestehen. Dadurch wird die Unversehrtheit der Oberfläche erhalten.

BIEGE-RADIUS

(bend radius)
Krümmungsradius, um den eine Faser gebogen werden kann ohne zu brechen.

BIEGEVERLUST

(bend loss)
Zusätzliche Dämpfung verursacht durch:
a) Makrobiegungen
b) Mikrokrümmungen.
Ein erhöhter Biegeverlust kann durch schlechte Kabelführung oder Kabelherstellung verursacht sein.

BIT

(bit)
Grundeinheit für die Information in digitalen Systemen.

BITRATE, DATENÜBERTRAGUNGSRATE

(bit rate)
Maßeinheit für die Übertragungsgeschwindigkeit einer Datenübertragung.
Einheit: Bit/s

BREAKOUT-KABEL

Glasfaser-Kabeltyp. Hier sind mehrere Einzelkabel (meist Vollader mit eigener Zugentlastung) zusammengafasst, verseilt und mit einem zusätzlichen Aussenmantel versehen. Geeignet zur Verlegung im Innenraum für ortsfeste Verlegung. Kann schon ab Werk mit Steckverbindern und Einziehilfen versehen werden.

BRECHUNGSGESETZ

(law of refraction "Snell´s law")
Beim Übergang von einem optisch dünnen (kleine Brechzahl) in ein optisch dichteres Medium (größere Brechzahl) wird ein Lichtstrahl zum Lot hin gebrochen.
Formel:
n1 * sinφ1 =n2 * sinφ2
n1/2= Brechzahl der Medien 1/2
φ1 = Einfallwinkel
φ2 = Ausfallwinkel

BRECHZAHL, BRECHUNGSINDEX

(refractive index)
Verhältnis der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum zu der in einem Medium.

nM = Brechzahl
C0 = Lichtgeschwindigkeit im Vakuum
CM = Lichtgeschwindigkeit im Medium

BRECHUNGSDIFFERENZ

(index difference)
Verhältnis der Brechzahl im Kern nK zur Brechzahl im Mantel nM.

Δ = relative Brechzahldifferenz
nK = Brechzahl im Kern
nM = Brechzahl im Mantel

BRECHZAHLPROFIL

(index profile)
Das Brechzahlprofil ist der Verlauf der Brechzahl n über der Querschnittsfläche eines LWL.

CANDELA

(candela)
Lichtstärke
Einheit: cd

CHARAKTERISTISCHER WINKEL

(characteristic angle)
Winkel unter dem sich eine ausbreitungsfähige Mode in der Faser fortpflanzt.

CHROMATISCHE DISPERSION

(chromatic dispersion)
Zusammenfassung der beiden Effekte Materialdispersion und Wellenleiterdispersion.

CUTOFF-WELLENLÄNGE

(cutoff-wavelength)
Kürzeste Wellenlänge, bei der der Grundmodus eines LWL allein ausbreitungsfähig ist.

DÄMPFUNG

(attenuation)
Die Dämpfung A ist die Verminderung der optischen Signalleistung durch Verluste zwischen den zwei Endflächen eines LWL.
Einheit: dB

A = Dämpfung
PEin = Eingangsleistung in μW
PAus = Ausgangsleistung in μW


Beispiel:
Eine Dämpfung von 3dB beteutet: die Ausgangsleistung ist gleich der halben Eingangsleistung.

DÄMPFUNGSKOEFFIZIENT

(attenuation coefficient)
Der wellenabhängige Dämpfungskoeffizient α für einen gleichförmigen LWL mit stationärer Modenverteilung ist:

α(λ) = Dämpfungskoeffizient
A(λ) = Dämpfung
L = Länge der Faser

DATENÜBERTRAGUNG, PARALLELE

Übertragung der Daten-Bits eines Signals gleichzeitig über mehrere Signalleitungen.

DATENÜBERTRAGUNG, SERIELLE

Übertragung der Daten-Bits eines Signals nacheinander über eine Signalleitung.

DECIBEL

Logarithmisches Maß für die Dämpfung (oder Verstärkung) der transportierten Leistung.
Einheit: dB

DICKKERNFASER

(fat fibre)
Lichtwellenleiter mit im Verhältnis zum Gesamtdurchmesser großen Kerndurchmesser. Üblicherweise Multimodefaser mit Kerndurchmessern > 100 μm.

DIGITALER FASER OPTOKOPPLER (DFO)

(digital fibre optocoupler)
Eine sichere galvanische Trennung mit extrem hoher Trennspannung gewährleisten diese über LWL getrennten Ein- und Ausgabebausteine für elektrische Prozeß- und Steuersignale.

DISPERSION

(dispersion)
Die Dispersion ist die Streuung der Signallaufzeit in einem LWL. Sie setzt sich aus verschiedenen Anteilen zusammen: Modendispersion, Materialdispersion, Wellenleiterdispersion.

DISPERSIONSBEGRENZTER BETRIEB

(dispersion limited operation)
Die Wiederholrate wird durch die Dispersion des Impulses begrenzt und nicht durch dessen Amplitude.

DOTIERUNGSSTOFFE

(dopant)
Material, mit dem der Brechungsindex verändert werden kann.

DUNKELSTROM (DC)

(dark current)
Der Strom, der in Fotodetektoren fließt, wenn absolut kein Licht darauf fällt.

DUPLEXBETRIEB (ZWEIGWEGÜBERTRAGUNG)

(duplex operation)
Übertragung von zwei unabhängigen Signalen über eine Strecke.
Vollduplex: gleichzeitige Übertragung (gleichzeitig Senden und Empfangen möglich).
Halbduplex: zeitlich versetzte Übertragung (Senden und Empfangen nur nacheinander möglich).

EIGENRAUSCHLEISTUNGSDICHTE

(noise equivalent power "NEP")
Strahlungsfluss, der auf einen Detektor trifft und dabei ein Signal/Rausch-Verhältnis von 1 gibt.

EINFÜGUNGSDÄMPFUNG

(insertion loss)
Die Einfügungsdämpfung ist der Verlust optischer Leistung, verursacht durch Einfügen eines optischen Bauelements, wie z.B. eines Verbindungselements oder eines Kopplers, in ein optisches Übertragungssystem.

EINFÜGUNGSVERLUST BEI GLEICHEN LWL

(extrinsic junction loss)
Der Einfügungsverlust bei Verbindung genau gleicher LWL ist der Verlust durch Fehljustierung, Fresnelsche Reflexionsverluste, Schmutz usw.


EINFÜGUNGSVERLUST BEI UNTERSCHIEDLICHEN LWL

(intrinsic junction loss)
Der Einfügungsverlust bei Verbindung unterschiedlicher LWL ist der Verlust durch die unterschiedlichen geometrischen und optischen Parameter der beiden LWL bei sonst idealer Verbindung.



EINKOPPELWIRKUNGSGRAD

(launch efficiency)
gibt an, wie wirkungsvoll ein optischer Sender an einen Lichtwellenleiter angekoppelt werden kann. Er gibt das Verhältnis des von dem Lichtwellenleiter aufgenommenen Strahlungsflusses (Lichtleistung) zu dem vom Sender abgegebenen Strahlungsfluß an.

EINKOPPLUNGSWINKEL

(launch angle)
Der Einkopplungswinkel ist der Winkel zwischen dem Ausbreitungsvektor des einfallenden Lichtes und der optischen Achse eines LWL. Damit Licht vom Sender in den LWL eingekoppelt werden kann, muß der Einkopplungswinkel kleiner-gleich dem Akzeptanzwinkel sein (φ ≤ Θ).

EINMODENFASER

(single mode fibre)
Monomode-Faser

ELEKTROLUMINESZENZ

(electroluminescence)
Die direkte Umwandlung von elektrischer Energie in Licht.

ELEKTRO-OPTISCHER WANDLER

(electro-optic converter / emitter)
Als elektro-optische Wandler werden Halbleiterbauelemente verwendet, in denen ein eingeprägter elektrischer Strom eine Strahlung im sichtbaren oder unsichtbaren (infraroten) Bereich des Lichts erzeugt. Im Bereich 750-900nm werden GaAs-Dioden verwendet, im Bereich 1000-1600nm vorwiegend GalnAsP-Dioden. Es gibt Kantenemitter und Oberflächenemitter.

EMD

(equilibrium mode distribution)
Gleichgewichtszustand der Modenverteilung in einem LWL (Multimode). Auf der Übertragungsstrecke tauschen die Moden Leistung aus, bis sich nach einer gewissen Länge (ca. 1km) ein stationärer Zustand, ein Gleichgewicht, einstellt. Bis zu dieser "Modengleichgewichtsverteilung" ändert sich mit der LWL-Länge auch die Modenleistungsverteilung.

EMISSION

Ausstrahlen von Energie.

EMPFANGSDIODE

EMPFINDLICHKEIT (SPEKTRALE EMPFINDLICHKEIT)

(responsivity)
Verhältnis des Ausgangsstroms oder der Ausgangsspannung eines Empfangselements zur eingestrahlten optischen Leistung.
Einheit: A/W oder V/W
Ist im allgemeinen wellenlängenabhängig.

ERSATZMANTEL

(recladding)
Material, mit dem die Wellenleiterfunktion (Kern/Mantel) nach Abziehen der Silikonschicht (z.B. wegen der Steckermontage) bei PCS-Fasern wieder hergestellt werden kann.

EXTRINSISCHE VERLUSTE

(extrinsic losses)
Einfügungsverluste bei gleichen LWL.

FASER

FASERBÜNDEL, FASERLITZE

(fibre bundle)
Das Faserbündel ist eine Zusammenfassung von nicht umhüllten Fasern. Ein Bündel wird als einziger Übertragungskanal verwendet, hauptsächlich für Beleuchtungszwecke (ungeordnete Fasern) oder optische Bildübertragung (geordnete Fasern).

FASERHÜLLE

(fibre buffer)
Die Faserhülle besteht aus einem oder mehreren Materialien, die als Schutz der Einzelfaser vor Beschädigung verwendet werden und für mechanische Isolierung und/oder mechanischen Schutz sorgen.

FASERPARAMETER

(intrinsic parameter)
Unter dem Begriff Faserparameter versteht man den Faserkerndurchmesser a, den Fasermanteldurchmesser d, die numerische Apertur AN und den Profilparameter g.

FELDWEITE w(z) DER STRAHLDIVERGENZ

(beam divergence)
Im Abstand z von der Faserendfläche oder des Laser-Austritts-Fensters wird die radiale Verteilung der austretenden Lichtleistung gemessen. Die Feldweite bestimmt sich dann aus der 1/e2 -Weite der gemessenen Intensitätsverteilung.

FERNFELD

(star field)
Strahlungsdiagramm

FERRULE

(ferrule)
Steckerstift, Führungshülse für die Faser im Stecker. Aus Keramik, Metall oder Kunststoff.

FESTKÖRPER - LASER

(solid-state laser)
Ein Laser, dessen aktives Medium aus einem Festkörper besteht.

FOTODETEKTOR

(photodetector)
wandelt Licht in eine elektrische Größe um.

FOTOELEKTRISCHER EFFEKT, ÄUSSERER

(external photoelectrical effect)
Emission von Elektronen nach der Absorption von Photonen.

FOTOELEKTRISCHER EFFEKT, INNERER

(internal photoelectrical effect)
Dringen in einen Halbleiter Lichtquanten mit einer Energie ein, die größer oder gleich dem Bandabstand ist, so können dort Elektronen vom Valenzband (gebundene Elektronen) in das Leitungsband (freie Elektronen) gehoben werden, d.h. es entstehen Elektronen-Loch-Paare.

FRESNEL-VERLUSTE

(fresnel reflection loss)
Verluste aufgrund der Reflexionen an optischen Grenzflächen. Sie können vermieden werden, wenn zwischen die Faserendflächen ein indexangepaßtes Medium eingebracht wird. Immersionsmittel

GAUSSSCHER STRAHL

(gaussian shaped beam)
Ein Strahl, dessen radiale Intensitätsverteilung durch eine Gaussfunktion beschrieben wird.

GRADIENTENFASER

(graded index fibre)
Die Gradientenfaser ist ein LWL mit einem Gradientenprofil.

GRADIENTENPROFIL

(graded index profile)
Das Gradientenprofil ist ein Brechzahlprofil, das sich stetig über der Querschnittsfläche eines LWL verändert. Sehr häufig wird ein parabolisches Profil verwendet.

GRENZWELLENLÄNGE

GRENZWINKEL

(critical angle)
Grenzwinkel, ab dem Totalreflexion zwischen Kern und Mantel eintritt. Alle Lichtstrahlen, die sich mit größerem Winkel zum Grenzflächenlot ausbreiten, bleiben vollständig in der Faser.

GRUPPENINDEX

(group index)
gibt an, wie die Brechzahl und damit die Ausbreitungsgeschwindigkeit (Gruppengeschwindigkeit) des Lichts (oder anderer Wellen) von deren Wellenlänge abhängt.

HCS - FASER

(Hard-Polymer Cladded Silica Fibre)
Fasern, bei denen der Kern aus Quarzglas und der Mantel aus Kunststoff besteht, besonders geeignet für crimpbare Steckverbinder.

IMMERSIONSMITTEL

(index matching liquid)
Silikongel mit LWL-ähnlicher Brechzahl. Bei Steckverbindern kann damit die Fresneldämpfung herabgesetzt werden. Es sollte nur zu Messungen verwendet werden. (Alterung!). z.B. kann die Brechzahl n von Glycerin durch Beimischen von H2O angepaßt werden.

IMPULS-VERBREITERUNG

(pulse spreading)
Die in den Lichtwellenleiter eingekoppelten Einzelimpulse verbreitern sich auf ihrem Weg durch den LWL. Als Impulsverbreiterung ΔTH wird die Differenz der Halbwertsdauer des empfangenen Impulses ΔTH2 und der Halbwertsdauer des gesendeten Impulses ΔTH1 bezeichnet.

Formel: ΔTH = ΔTH2-ΔTH1.

INDEXPROFILEXPONENT

Profilparameter

INFRAROT-BEREICH

(infrared)
Bereich oberhalb 750 nm Wellenlänge, Bereich des nicht sichtbaren Lichts. Bevorzugter Nachrichtenbereich für Glasfaser (Optisches Fenster).

INTENSITÄT

(intensity)
Ein subjektiv angewendeter Begriff, oft synonym für Leuchtdichte oder Strahlendichte; nicht genormt.

INTRINSISCHE VERLUSTE

(intrinsic losses)
Einfügeverluste bei unterschiedlichen LWL.

KABEL, OPTISCHES

(optical cable)
Eine ummantelte Faser, die optische Signale übertragen kann.

KABELTESTER, OPTISCHE

(cable tester)
Prüfsystem für LWL-Strecken mit getrennter Sende- und Empfängereinheit erleichtert die Fehlersuche in bestehenden Verbindungsstrecken oder ermöglicht eine preiswerte Überprüfung neu konfektionierter Leitungen. Speziell modulierte Signale werden senderseitig in die Faser eingespeist und von der Empfängereinheit ausgewertet. Es gibt Systeme mit verschiedenen Steckertypen für Kunststoff- und Glasfaser-LWL.

KERN

(core)
Der Kern ist der zentrale Bereich eines LWL, der für die Lichtübertragung vorgesehen ist. Er ist definiert durch die kleinste Querschnittsfläche (Kernfläche), die von einer Linie umschlossen wird, für die die Brechzahl nk = n2 + k(n1-n2) ist.
n1 = größte Brechzahl des Kernmaterials
n2 = Brechzahl des Mantelmaterials
k = Konstante, 0 ≤k ≤ 0,1
Einbrüche des Brechzahlverlaufes (centre dip) im Bereich der Kernmitte bleiben unberücksichtigt.

KERNDURCHMESSER A

(core diameter)
Der Kerndurchmesser ist der Durchmesser des lichtführenden zentralen Bereichs eines LWL.

KERNMITTELPUNKT

(core centre)
Der Kernmittelpunkt ist der Mittelpunkt des kleinsten Kreises, der die Kernfläche umschließt.

KOHÄRENTES FASERBÜNDEL

(coherent bundle)
Geordnetes Faserbündel. Die Koordinaten einer einzelnen Faser bleiben über die gesamte Länge des Kabels erhalten. Geeignet zur optischen Bildübertragung.

KOHÄRENTE STRAHLUNG

(coherent radiation)
Strahlung, bei der zwischen zwei beliebigen Punkten im Strahlungsfeld über die Dauer der Strahlung eine feste Phasenbeziehung besteht.

KONZENTRIZITÄTSFEHLER ZWISCHEN KERN UND MANTEL

(concentricity error core/cladding)
Der Konzentrizitätsfehler zwischen Kern und Mantel ist der Abstand zwischen dem Mittelpunkt des Kerns und dem Mittelpunkt des Mantels, geteilt durch den Kernduchmesser.

KOPPELVERLUSTE

(coupling loss)
Verluste, die bei der Verbindung zweier Fasern entstehen. Man unterscheidet zwischen faserbedingten (intrinsischen) Koppelverlusten, die durch unterschiedliche Faserparameter zustande kommen und mechanisch bedingten (extrinsischen) Verlusten, die von der Verbindungstechnik herrühren. Einfügungsverluste

KOPPELWIRKUNGSGRAD

(coupling efficiency)
Der Koppelwirkungsgrad ist das Verhältnis der optischen Leistung nach einer Verbindungsstelle zur Leistung vor der Verbindungsstelle.

KOPPLER

(coupler)
optischer Verbinder für mehrere zu koppelnde Lichtwellenleiter.

KRITISCHER WINKEL

(critical angle)
gibt an, ab welchem Winkel eine Totalreflexion möglich ist. Sie ist nur an einer Trennschicht zu einem optisch dünneren Medium möglich.

KUNSTSTOFF-FASER (POF oder APF)

(polymer optical fibre)
Stufenprofilfaser mit einer Dämpfung von etwa 150-220 dB/km bei 660nm. Eine preiswerte Alternative bei kurzen Distanzen (bis zu 100m) mit allen Vorteilen der LWL-Technik. Der Faserdurchmesser beträgt 980/1000 µm und ist daher vergleichsweise einfach zu konfektionieren.

LAMBERT-STRAHLER

(lambertian source)
Strahlungsquelle, deren Lichtverteilung in alle Beobachtungsrichtungen gleich ist (Rundstrahler).

LASER

(laser)
Eine leistungsstarke und kohärente Lichtquelle, die eine sehr geringe spektrale Bandbreite besitzt (~2nm). Laser ist die Abkürzung für: "light amplification by stimulated emission of radiation".

LASER DIODE (LD)

(injection laser diode)
Eine Sendediode, die aus Halbleitermaterial (z.B. GaAs) besteht und in Durchlaßrichtung betrieben wird. Der Rekombinationsbereich am pn-Übergang ist dann die aktive, d.h. lichtemittierende Zone der Diode. Die Abstrahlung erfolgt in einem sehr engen Raumwinkel und die spektrale Breite des emittierten Lichts liegt bei 2-4nm.

LAWINEN-FOTO-DIODE (APD)

(avalanche photodiode)
Die durch Photonen freigesetzten Ladungsträger werden bei diesen Dioden lawinenartig vervielfacht. Der Vorteil der APD liegt bei ihrem guten Signal/Rausch-Verhältnis besonders bei höheren Bitraten. Je nach Dotierung können sehr empfindliche (> 100 Elektronen pro Photon) oder sehr schnelle Dioden (> GHz) hergestellt werden.

LECKMODEN

(leakage modes)
Schräg geführte Moden, die den kritischen Winkel unter bestimmten Bedingungen überschreiten. Die Moden "sickern" langsam aus dem lichtführenden Bereich heraus. Sie werden zu Mantelmoden. Für die Übertragung können sie schädlich sein, da sie auch nach mehreren 10 Metern noch zu Modendispersion führen. Da aber im allgemeinen weiter übertragen wird, ist ihr Einfluß unbedeutend, und bei den kurzen Patch-Kabeln fällt die Dispersion noch nicht ins Gewicht.
Abhilfe: Mantelmodenfilter, Vorlauffaser.

LED

(light emitting diode)
Eine Halbleiter-Sendediode, deren aktive Zone (pn-Übergang) als inkohärent leuchtende Fläche wirkt und daher in den gesamten Halbraum abstrahlt. Die spektrale Breite des emittierten Lichts liegt bei 40nm. In einer LED werden zeitliche Stromänderungen in Lichtschwankungen umgewandelt.

LEUCHTDICHTE

(radiant emittance)
ausgestrahlte Lichtleistung pro Flächeneinheit (W/m2).
Spektrale Leuchtdichte = Leuchtdichte/Wellenlängeninterval.

LICHTGESCHWINDIGKEIT

(speed of light)
c = 2.998 x 108 m/s im Vakuum, im allgemeinen ist die Angabe von 3 x 108 m/s ausreichend. In einer Faser beträgt die Lichtgeschwindigkeit ck = c0 / nk, wobei nk die durchschnittliche Brechzahl des Faserkerns beschreibt. Die Lichtgeschwindigkeit in einem Medium und damit auch dessen Brechzahl ist von der Wellenlänge abhängig.

LICHTSTÄRKE

(emissivity)
Verhältnis des ausgestrahlten Lichtstroms einer beliebigen Substanz zu dem eines schwarzen Körpers bei der gleichen Temperatur (Temperaturstrahler). Die Lichtstärke ist wellenlängenabhängig und wird in Candela (cd) gemessen.

LICHTSTROM

Φ
Strahlungsfluß mit der Augenempfindlichkeitskurve bewertet, also nur für sichtbares Licht.
Einheit: Lumen lm = cd * sr

LICHTWELLENLEITER (LWL)

(optical waveguide, optical fibre)
Der Lichtwellenleiter (LWL) ist ein dielektrischer Wellenleiter, dessen Kern aus optisch transparentem Material geringer Dämpfung von einem Mantel aus optisch transparentem Material niedrigerer Brechzahl als der des Kernes umgeben ist. Er dient zur Übertragung von Signalen mit Hilfe elektromagnetischer Wellen im Bereich optischer Frequenzen. Der LWL ist im allgemeinen mit einer Beschichtung und einer Faserhülle versehen. Für den LWL wird auch der Begriff Faser (engl.: fibre, amerik.: fiber) verwendet.

LINIENBREITE

(linewidth)
Spektrale Breite des abgestrahlten Lichts , im allgemeinen angegeben als Halbwertsbreite (full width at half maximum, FWHM-Wert).

LWL-SCHWEISSVERBINDUNG

(fused fibre splice)
Die LWL-Schweissverbindung ist eine Verbindung von zwei LWL, die durch Verschmelzen der Enden entsteht. Auch Schmelz-, Thermo- oder Fusionsspleiss genannt. Die Dämpfung eines Spleisses liegt typisch unter 0,1 dB.

MAKROBIEGUNGEN

(macrobending)
Makrobiegungen sind alle makroskopischen axialen Abweichungen einer Faser von einer geraden Linie, im Gegensatz zu Mikrokrümmungen.

MANTEL

(cladding)
Der Mantel ist das optisch transparente Material eines LWL, das den Kern umgibt.

MANTELMITTELPUNKT

(cladding centre)
Der Mantelmittelpunkt ist der Mittelpunkt des kleinsten Kreises, der die Mantelfläche umschließt. Für eine ideale zylindrisch-konzentrische Faser ist der Kernmittelpunkt zugleich der Mantelmittelpunkt.

MANTELMODEN

(cladding modes)
Mantelmoden sind Lichtstrahlen, die sich im Mantel ausbreiten. Sie werden durch die häufigen Übergänge Mantel-Kern stärker gedämpft als die Kernmoden und sind nach wenigen Metern nicht mehr meßbar. Durch Steckverbinder oder andere Koppelstellen werden sie schlechter übertragen als die Kernmoden (höhere Dämpfung für Mantelmoden). Wird eine Primärbeschichtung mit großer Brechzahl verwendet, treten die Mantelmoden sehr schnell ins Coating über. Dort ist die Dämpfung besonders hoch.

MANTELMODENFILTER

(cladding mode filter)
Filter zum Unterdrücken von Mantelmoden. Meist Wickeldornfilter: Die Faser wird um einen Dorn gewickelt.

MATERIALDISPERSION

(material dispersion)
Laufzeitunterschiede durch unterschiedliche Geschwindigkeiten von Licht verschiedener Wellenlängen; vom Material abhängig, in dem sich das Licht ausbreitet. Die Wirkung dieser Abhängigkeit z.B. auf die Signalübertragung in einem LWL wird durch den Materialdispersionsparameter M beschrieben.

MATERIALDISPERSIONSPARAMETER

(material dispersion parameter)
Für die meisten LWL-Materialien ist M gleich 0 bei einer bestimmten Wellenlänge λ0. Die Vereinbarung bezüglich der Vorzeichen ist so, daß M bei Wellenlänge kleiner λ0 positiv und bei größer λ0 negativ ist. Die Impulsverbreiterung durch Materialdispersion ist im einfachsten Fall das Produkt aus M, der spektralen Bandbreite Δλ der optischen Signalquelle und der Länge L des LWL.

MEDIUM

(medium)
Material, über das eine nachrichtentechnische Übertragung stattfindet, z.B. LWL.

MERIDIONAL OD. MERIDIAN STRAHL

(meridional ray)
Lichtstrahl, der auf der mechanischen Achse der Faser läuft oder diese periodisch kreuzt.

MIKROKRÜMMUNGEN

(microbending) Mikrokrümmungen sind die Krümmungen der Faser, die durch Axialverschiebungen von beispielsweise wenigen mm und räumlicher Wellenbildung der Faser von beispielsweise einigen mm hervorgerufen werden.

MIKROMANIPULATOR

Verschiebetisch, meist für drei Richtungen (x, y und z).

MODEM

(modem)
Von Modulator/Demodulator, auf der Basis des Trägerstromverfahrens arbeitende elektrische Datenübertragungseinrichtung für den Einsatz auf analogen Übertragungswegen begrenzter Bandbreite.

MODENDISPERSION

(multimode distortion/ modal dispersion)
Die Modendispersion ist die durch Überlagerung von Moden mit verschiedener Laufzeit hervorgerufene Signalverzerrung in einem LWL. Das Signal "verläuft".

MODENGLEICHGEWICHTSVERTEILUNG EMD

(equilibrium mode distribution)
EMD

MODENGLEICHVERTEILUNG UMD

(uniform mode distribution / fully filled mode distribution)
UMD

MODENRAUSCHEN

(modal noise)
Regt ein Sender zeitlich variabel nur beschränkte Bereiche des Modenspektrums an, so erhält das optische Signal eine Störmodulation aufgeprägt, die Modenrauschen genannt wird. Wenn nun infolge irgendwelcher Ursachen die Phasenbeziehungen der Moden in der Endfläche sich zeitlich ändern, dann ändern helle und dunkle Flecken des Granulationsmusters ihre Lage, Flecken entstehen und vergehen. Dadurch wird die gesamte Leistung, welche durch die Faserendfläche strömt, nicht geändert. Betrachtet man aber nur einen Teil des Querschnittes (etwa deshalb, weil die abgehende Faser in einem Stecker seitlich versetzt ist), so schwankt die durch den Teilquerschnitt transportierte Leistung. In der abgehenden Faser entstehen Intensitätsfluktuationen, die im Vergleich zur mittleren abtransportierten Leistung desto größer sind, je kleiner der Teilbereich ist, dem die abgehende Faser Leistung entnimmt; dieser Effekt wird als Modenrauschen (modal noise) bezeichnet.

MODEN SCRAMBLER

(mode scrambler)
Mit Hilfe eines Moden-Scramblers wird eine stationäre Modenverteilung in der Faser erreicht (entspricht Modenverteilung einer langen Faser).

MODENVERTEILUNGSRAUSCHEN

(mode partition noise)
Die Laseremission besteht häufig aus einer Reihe nahezu monochromatischer Linien in äquidistanten Abständen auf der Frequenzachse (den Resonanzen des optischen Resonators), wobei die Leistungen in den einzelnen Linien teilweise voneinander abhängig derart um einen Mittelwert schwanken, daß die Gesamtintensität kleinere bezogene Schwankungen aufweist als die Intensität in einer einzigen Linie. Da infolge der chromatischen Dispersion der Faser die in den einzelnen Linien transportierten Signale unterschiedliche Gruppenlaufzeiten haben, können sich bei bestimmten Längen der Faser die Intensitätsschwankungen der Linien in gleicher Richtung summieren; diese Fluktuationen bezeichnet man auch als Modenverteilungsrauschen.

MODENVERTEILUNG, STATIONÄR

(equilibrium mode distribution)
Die stationäre Modenverteilung ist die Aufteilung der optischen Leistung auf die einzelnen Moden, die sich im stationären Zustand von Multimode-LWL ergibt.
Die stationäre Modenverteilung stellt sich ein, wenn das optische Signal eine größere Faserlänge durchlaufen hat. Vorlauffaser

MONOMODE-FASER (SMF)

(single mode fibre)
Nur eine einzige Mode ist ausbreitungsfähig. Der Faserradius muß dann in der Größe von 2-8 μm liegen. Die Verluste bei Monomode-Fasern sind sehr gering; wegen des kleinen Akzeptanzwinkels muß man aber Laser-Sendedioden verwenden. Die Dispersion ist äußerst gering. Damit ist die Monomode-Faser zur Übertragung bei großen Distanzen geeignet.

MULTIMODE-FASER (MMF)

(multimode fibre)
Ein LWL, in dem mehrere Moden ausbreitungsfähig sind.

MULTIMODEN LASER

(multimode laser)
Laser, der Licht mit verschiedenen Wellenlängen emitiert.

MULTIMODENVERZERRUNG

(multimode distortion)
Modendispersion

MULTIPLEXER

(multiplexer)
LWL - Schnittstellenkonverter zur Übertragung von mehreren Datenkanälen in Hin- und Rückrichtung.
Schnittstellenkonverter

NAHFELD

(near field distribution)
Intensitätsverteilung auf einer strahlenden Fläche, z.B. Faserendfläche.

NUMERISCHE APERTUR

(numerical aperture)
Je größer die numerische Apertur ist, desto mehr Lichtleistung kann in den LWL eingekoppelt werden.

OBERFLÄCHENKOPPLUNG

(surface coupling)
Lichtübertragung von einer Faser zu einer benachbarten durch die sich berührenden Oberflächen.

ÖFFNUNGSKEGEL

(acceptance cone)
Ein Kegel, der den doppelten Öffnungswinkel (Akzeptanzwinkel) einschließt.

ÖFFNUNGSWINKEL

(acceptance angle)
Akzeptanzwinkel

ÖFFNUNGSWINKEL DER EINKOPPLUNG

(launch numerical aperture)
Der Öffnungswinkel der Einkopplung ist der Öffnungswinkel eines optischen Systems, das zum Einkoppeln von optischer Energie in einen LWL verwendet wird.
Anmerkung:
Dieser Öffnungswinkel ist einer der Parameter, die die Energieverteilung unter den Moden am Eingang eines LWL bestimmen. Um die gesamte Leistung einzukoppeln, muß der Öffnungswinkel der Einkopplung kleiner als der Akzeptanzwinkel sein.

OPTISCHE ACHSE

(optical axis)
Symmetrieachse eines optischen Systems.

OPTISCHES FENSTER

(optical window)
Wellenlängenbereiche, in denen LWL besonders niedrige Dämpfungswerte haben. Sende- und Empfangselemente sind auf diese Wellenlängenbereiche abgestimmt.
LED-Systeme arbeiten im 1. optischen Fenster bei 850nm und im 2. optischen Fenster bei 1300nm.
LD-Systeme (LD-Laserdiode) werden meist im 2. optischen Fenster betrieben. Das 3. Fenster bei 1550nm wird aus Kostengründen noch nicht im breiten Maß benutzt.
Bei Kunststoff-LWL wird der Bereich des Dämpfungsminimums um 650nm genutzt (LED).

OPTISCHE ÜBERTRAGUNG

(fibre optics)
Übertragung von Nachrichten durch Lichtsignale. Sendeseitig wird die Nachricht einer geeigneten Lichtquelle aufmoduliert. Dieses Licht wird in einen LWL eingespeist und von diesem zum Empfangsort übertragen. Dort wird das optische Signal wieder in ein elektrisches umgewandelt.

OPTISCHE WEGLÄNGE

(optical path length)
Strecke, die das Licht in einem Medium zurücklegt.

OPTO-ELEKTRISCHER WANDLER

(opto-electrical converter / receiver)
In einem opto-elektrischen Wandler werden die ankommenden optischen Signale in elektrische Signale umgewandelt. Für den Wellenlängenbereich 650-900nm werden Silizium-Dioden verwendet. Für den Bereich 1000-1600nm wird zur Zeit mit folgenden Empfangsdioden gearbeitet:
Ga In As/In P, Ga Al As Sb/Ga Al Sb und Ga In As P/In P, seltener Ge.

OTDR

(optical time domain reflectometer)
Rückstreumeßgerät. Gerät zur Beurteilung einer optischen Faser. Ein optischer Impuls wird durch die Faser übertragen. Die Strahlungsleistung des zurückgestreuten und des reflektierten Lichts wird am Eingang als Funktion der Zeit gemessen.
Dieses Verfahren erlaubt die Abschätzung des Dämpfungskoeffizienten einheitlicher Fasern sowie den Nachweis und die Ortsbestimmung von Fehlern und anderen Verlustquellen.

PACKUNGSDICHTE

(packing fraction)
Das Verhältnis von lichtleitenden Faserflächen zur gesamten Bündelquerschnittsfläche in einem Faserbündel.

PATCHFELD

(patchfield)
Verteilfeld zum Verbinden der ankommenden mit den abgehenden Fasern.

PATCHKABEL

(patchcable)
Fertig konfektionierte Anschlußkabel zum Verbinden der ankommenden mit den abgehenden Fasern in Patchfeldern mit verschiedenen Steckertypen in Simplex- oder Duplextechnik.

PCS-FASER

(PCS-fibre)
Eine Lichtwellenleiterkonstruktion, bei der als Kernmaterial Quarzglas und als Mantelmaterial Silikongummi (Plastic Cladded Silica) verwendet wird. (Im Gegensatz zu - AS-Fasern)

PHOTOELEKTRISCHER EFFEKT

(photoelectric effect)
Emission von Elektronen nach der Absorption von Photonen innerhalb eines Materials.

PHOTON

(photon)
Lichtquanten; in einem Halbleiter erzeugt ein Energieübergang (Elektronenübergang) genau 1 Photon. Photonen sind masselose Teilchen, die einen Impuls und damit eine scheinbare Masse besitzen. Die Energie eines Photons beträgt:

W = h * f

h = Planck´sches Wirkungsquantum
f = Frequenz

PIGTAIL

Faserstück mit Stecker an einem Ende.
Anschlußfaser

PIN-DIODE

(pin-diode)
Empfangselement, das die optischen Signale in elektrische Signale umwandelt. (Opto-elektrischer Wandler). Die hochdotierten p- und n-Bereiche sind durch eine eigenleitende i-Zone (intrinsic-zone) getrennt.

PLANCK´SCHE KONSTANTE

(Planck´s constant)
Elementares Wirkungsquantum h = 6,626 * 10-34 Js

POF

(polymer optical fibre)
Kunststoff-Faser

POLARISATIONSRICHTUNG

(polarization)
Schwingungsrichtung des elektrischen Feldvektors.

PRIMÄRBESCHICHTUNG

(primary coating)
Beschichtung

PROFILDISPERSION

(Profile dispersion)
Bei Gradientenfasern ändert sich über den Lichtwellenleiterquerschnitt die Brechzahl und damit auch die Wellenlängenabhängigkeit der Brechzahl als Funktion des Ortes. Dies nennt man Profildispersion.

PROFILPARAMETER g

(index profile parameter)
Fasertypische Größe in Gleichungen, die den Verlauf der Brechzahl zum Faserquerschnitt angeben. Die positive Zahl g zwischen 1 und ∞ bestimmt das Brechzahlprofil.
g = 1 dreieckiges Profil
g = 2 parabelförmiges Profil
g = ∞ Stufenindexprofil

QUANTENWIRKUNGSGRAD

(quantum efficiency)
Der Quantenwirkungsgrad gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Lichtquant ein Elektron-Loch-Paar im Halbleiter erzeugt.

QUARZGLAS

(silica)
Sehr reines Glas aus SiO2.

RANDSTRAHLEN

(skew ray)
Ein Strahl, der sich schraubenförmig im LWL ausbreitet und dabei nie die optische Achse des LWL kreuzt.

RAUMWINKEL

(steradian)
Beliebiger Ausschnitt einer Kugeloberfläche geteilt durch das Quadrat des Kugelradius. Die Einheit des Raumwinkels heißt Steradiant (sr).

RAYLEIGHSTREUUNG

(rayleigh scattering)
Streuungsverluste in einem Lichtwellenleiter, die durch Dichteschwankungen des Kernmaterials entstehen.

REFLEXIONSGESETZ

(law of reflection)
Einfallswinkel = Ausfallswinkel.

RING-BUS-ÜBERTRAGUNG

(ring-bus-transmission)
Die verschiedenen Teilnehmer werden im Verlauf der Leitung nacheinander angefahren. Jeder Teilnehmer ist mit einem T-Koppler in die Hauptleitung eingeschleust. Die Hauptleitung bildet einen Ring.

RS 232

Eine der am weitest verbreiteten seriellen Schnittstelle ist in der amerikanischen Norm EIA-232 und in der internationalen Norm CCITT V.24 definiert (Vollduplexverbindung zwischen zwei Datenverarbeitungsgeräten). In der einfachsten Konfiguration (RXD/TXD, je eine Empfangs- und Sendeleitung) kann diese Schnittstelle problemlos über Schnittstellenkonverter mit LWL kommunizieren.

SCHNITTSTELLE

(interface)
Übergangspunkt zwischen zwei Komponenten (Geräte oder Software-Module) mit einer einheitlichen, manchmal auch nur unvollständigen Definition
- der Pin-Belegung bei Steckern,
- der Signale bzgl. Pegel und Signalform,
- des Protokolls (Abwicklung des Datenverkehrs).

SCHNITTSTELLENKONVERTER (LWL)

LWL-Schnittstellenkonverter wandeln die Signale einer elektrischen Schnittstelle in ein optisches Ausgangssignal. Dieses wird über einen LWL übertragen umd am Empfangsort in ein elektrisches Signal zurückgewandelt.
Für die gängigsten Schnittstellen, RS232, RS422, RS485, TTY... werden Schnittstellenkonverter in unterschiedlichen Bauformen angeboten.

SCHWARZER KÖRPER

(black body)
Körper, der die gesamte auftreffende sichtbare Strahlung absorbiert, also nicht reflektiert. Die aufgenommene Energie strahlt er als Infrarot-Strahlung ab (Planck´sches Strahlungsgesetz). Temperaturstrahler

SCHWELLENSTROM

(threshold current)
Benötigter Strom, ab dem der Laser kohärent und stimuliert zu strahlen beginnt.

SENDEDIODE

(transmitting diode)
Elektro-optischer Wandler

SIMPLEX

Übertragung eines Signals erfolgt ausschließlich in eine Richtung.
Beispiel: Kabelfernseh-Netz.

SINGLEMODE-FASER

(single mode fibre)
Monomode-Faser

SOOT

durch Dotieren bei der Faserherstellung entstandenes undurchsichtiges Material der Vorform, ähnlich Ruß.

SPEKTRALE BANDBREITE

(spectral bandwidth)
Die Differenz zwischen den Spektrallinien (optische Wellenlängen), bei denen die Intensität auf die Hälfte der Maximalintensität abgefallen ist.

SPEKTRALER DÄMPFUNGSVERLAUF

(spectral attenuation)
gibt die Abhängigkeit der Faserdämpfung von der Wellenlänge an.

SPLEISSBOX

(splice box)
Gehäuse oder Gehäuseeinschub der eine oder mehrere Spleisskassetten enthält und diese vor äußeren Einflüssen schützt.

SPLEISSVERBINDUNG

(splicing)
Die direkte Verbindung zweier Faserenden durch Verkleben, Verschweißen oder mechanische Fixierung.

STECKVERBINDER

(connector)
Element zum lösbaren Verbinden zweier LWL bzw. eines LWL mit Sende- oder Empfangselement.

STERN-BUS-ÜBERTRAGUNG

(star-bus-transmission)
Alle Signalleitungen werden zu einem gemeinsamen Koppelpunkt geführt und von dort gleichmäßig auf alle abgehenden Leitungen aufgeteilt.

STERNKOPPLER

(star coupler)
Ein optisches Koppelelement, das n ankommende Fasern mit m abgehenden Fasern koppelt. Ein "aktiver Sternkoppler" nimmt die Verteilung auf der elektrischen Ebene vor.

STIRNFLÄCHENKOPPLUNG

(butt joint)
Die zu verkoppelnden Fasern werden stirnseitig stumpf aneinandergesetzt.

STIRNFLÄCHENPOLITUR

(polishing)
Um eine störungsfreie Übertragung zu gewährleisten, ist eine optimale Strahleinkopplung/Auskopplung in die Faser nötig. Dies erfordert eine Bearbeitung der Stirnflächen durch Schleifen/Polieren. Beispiel für Oberflächen bei Kunststoff-LWL:

STRAHLDICHTE

(radiance)
Die Strahldichte ist definiert als der vom Sender abgegebene Strahlungsfluß pro Raumwinkel und Fläche.

STRAHLDURCHMESSER

(beam diameter)
Abstand zwischen zwei Punkten, an denen die Intensität einen vorher bestimmten Bruchteil der maximalen Intensität beträgt.
(typisch sind: 1/2, 1/e, 1/e2 oder 1/10 der maximalen Intensität).

STRAHLSTÄRKE

(radiant intensity)
Verteilung des Strahlungsflusses über den Raumwinkel (W/sr).

STRAHLUNGSDIAGRAMM

(radiation pattern)
Das Strahlungsdiagramm ist die Ausgangsstrahlung eines LWL, angegeben als Funktion des Winkels (Fernfeld). Anmerkung: Das Strahlungsdiagramm ist z.B. abhängig von der Anregung und der Länge des LWL sowie von der Wellenlänge.

STRAHLUNGSFLUSS

(radiant flux "radiant power")
Die gesamte in einen LWL eingekoppelte Lichtleistung (Anzahl der Quanten pro Sekunde) wird Strahlungsfluß genannt und ist proportional zum Quadrat des Produktes aus num. Apertur und zum Kerndurchmesser.

STREUVERLUSTE

(scattering losses)
Streuung ist die Umwandlung von geführten in nicht geführte Moden an Inhomogenitäten, z.B. irgendwelchen Fehlstellen im LWL. Auch eine Veränderung der Dielektrizitätskonstanten in mikroskopisch kleinen Bereichen verursacht Streuverluste. Diese Eigenstreu-Verluste bilden die theoretisch erreichbare Grenze für minimale Faserdämpfungen.

STUFENFASER

(step index fibre)
Die Stufenfaser ist ein LWL mit einem Stufenprofil.

STUFENPROFIL

(step index profile)
Das Stufenprofil ist ein Brechzahlprofil, das im Idealfall durch eine konstante Brechzahl innerhalb des Kerns und einem scharfen Abfall der Brechzahl an der Grenzfläche von Kern und Mantel charakterisiert ist. Überlicherweise werden Exponentenprofile mit Profilparametern g > 10 als Stufenprofile bezeichnet.

T-KOPPLER

(T-coupler)
An eine durchgehende Hauptfaser werden weitere Fasern so angebracht, daß ein Energie-Austausch stattfinden kann. So können für eine vorgegebene Richtung Signale in die Hauptleitung ein- oder ausgekoppelt werden.

TAPER

Prinzip eines optischen Oberflächenkopplers.

TEMPERATURSTRAHLER

(temperature radiator)
Körper, der Wärmestrahlung abgibt, deren Frequenz (Farbe) von der Temperatur abhängt. Bei Temperaturen um 20°C (293 K) liegt die Strahlung im Infrarotbereich. Für Meßzwecke werden Temperaturstrahler als breitbandige starke Lichtquelle verwendet. Um Fremdlicht auszuschalten, sitzt das strahlende Element in einem schwarzen Gehäuse mit nur kleiner Austrittsöffnung. Auch die Glühbirne ist ein Temperaturstrahler. Schwarzer Körper

ÜBERSPRECHEN

(crosstalk)
Gegenseitige Beeinflussung benachbarter Leitungen; bei LWL ist kein Übersprechen möglich.

ÜBERTRAGUNGSREICHWEITE

(transmission range) Lmax = Maximale Übertragungsreichweite in m
PT = Sendeleistung in dB
PR = Empfindlichkeit des Empfängers in dB
ALWL = Dämpfung der Faser in dB/m
AK = Dämpfung der Kupplungen/Spleisse in dB
nK = Anzahl der Kupplungen/Spleisse
ASR = geforderte Systemreserve in dB

UMD

(uniform mode distribution)
Theoretischer Zustand, in dem eine gleichmäßige Leistungsverteilung (gleicher Anteil der Gesamtleistung) über alle geführten Moden der Faser besteht. Die "Modengleichverteilung" ist in der Praxis kaum erreichbar, da immer ein Übergangsbereich von schwach geführten Moden zu Strahlungsmoden existiert. Dämpfungsangaben von Steckverbinder bei UMD-Anregung können auch bei kurzen Kabel in Leistungsbilanzen einbezogen werden.
EMD

UNRUNDHEIT DES KERNS

(non-circularity of core)
Die Unrundheit des Kernes ist die Längendifferenz zwischen der längsten und kürzesten durch den Kernmittelpunkt gehenden Sehne, geteilt durch den Kerndurchmesser.

UNRUNDHEIT DES MANTELS

(non-circularity of cladding)
Die Unrundheit des Mantels ist die Längendifferenz zwischen der längsten und kürzesten durch den Mantelmittelpunkt gehenden Sehne, geteilt durch den Manteldurchmesser.

VORLAUFFASER

(launching fibre)
LWL-Faser (bis 100m), die zwischen den optischen Sender und den Übertragungslichtwellenleiter eingefügt wird. Sie dient zur Unterdrückung der für die Übertragung hinderlichen Mantelmoden. Die gleiche Wirkung erreicht man durch einen Mantelmodenfilter.

V-PARAMETER ODER NORMIERTE FREQUENZ

(fibre characteristic term)

λ = Betriebswellenlänge
a = Kernradius
n1/2 = Kern-/Mantelbrechzahl

Bestimmt die Anzahl der ausbreitungsfähigen Moden innerhalb einer Faser.

WELLENLÄNGE

(wavelength)
Der Zusammenhang von Wellenlänge und Frequenz lautet:
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Licht ist keine Konstante, sondern abhängig vom Material, in dem sich das Licht ausbreitet. Im Vakuum ist diese Geschwindigkeit am größten.

c = f * λ

c = Ausbreitungsgeschwindigkeit
λ = Wellenlänge
f = Frequenz

WELLENLÄNGENMULTIPLEX (WDM)

(wavelength division multiplex)
Verschiedene Wellenlängen werden gleichzeitig über einen LWL übertragen und durch wellenlängenabhängige Filter im Empfänger wieder getrennt.

WELLENLEITER

(waveguide)
Ein dielektrisches oder leitendes Medium, in dem sich elektromagnetische Wellen ausbreiten können.

WELLENLEITERDISPERSION

(waveguide dispersion)
Die Wellenleiterdispersion ist die Abhängigkeit der Gruppengeschwindigkeit der einzelnen Moden von den Abmessungen des LWL und der Wellenlänge. (Bei runden Strukturen die Abhängigkeit vom Verhältnis des Kerndurchmessers zur Wellenlänge d/λ).

WIRKUNGSGRAD

(power efficiency)
Das Verhältnis von abgegebener optischer Leistung einer Quelle zur aufgenommen elektrischen Leistung.

ZWISCHENVERSTÄRKER

(repeater)
Zwischenverstärker mit Signalregeneration in der elektrischen Ebene. Ein Einsatz wird dann notwendig, wenn die Dämpfung auf der Übertragungsstrecke zu groß wird.